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Die Wissenschaft des Reichwerdens
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Die Wissenschaft des Reichwerdens

Wallace Wattles

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Summary

„Die Wissenschaft des Reichwerdens“, 1910 von Wallace D. Wattles veröffentlicht, ist weit mehr als ein einfacher Ratgeber zur finanziellen Akkumulation; es ist ein philosophisches und metaphysisches Manifest, das den Grundstein für die moderne „Gesetz der Anziehung“-Bewegung legte. Die zentrale These des Buches besagt, dass Reichtum kein Ergebnis von Glück, harter körperlicher Arbeit allein oder bestimmten Erbanlagen ist, sondern die exakte Folge der Anwendung bestimmter mentaler und praktischer Prinzipien. Wattles postuliert die Existenz einer „formlosen Substanz“ oder eines universellen Bewusstseins, das den gesamten Kosmos durchdringt. Diese Substanz reagiert auf die Gedanken des Menschen. Wenn ein Mensch einen klaren Gedanken an das, was er begehrt, in diese Substanz einprägt, setzt er den Schöpfungsprozess in Gang. Der Autor betont dabei unermüdlich, dass jeder Mensch nicht nur das Recht, sondern die moralische Pflicht hat, reich zu werden, denn nur durch materiellen Wohlstand kann er sein volles Potenzial entfalten und Körper, Geist und Seele angemessen pflegen. Die Wissenschaftlichkeit des Ansatzes liegt für Wattles in der Vorhersehbarkeit des Ergebnisses: Wer lernt, auf eine „bestimmte Art und Weise“ (the Certain Way) zu denken und zu handeln, muss zwangsläufig reich werden, so wie mathematische Gesetze immer zum gleichen Ergebnis führen.

Die Kernargumente des Werkes stützen sich auf den radikalen Wechsel vom kompetitiven zum kreativen Denken. Wattles argumentiert, dass die meisten Menschen in einem Paradigma des Mangels gefangen sind, in dem sie glauben, der Reichtum sei begrenzt und man müsse ihn anderen wegnehmen. Er entlarvt dies als fundamentalen Irrtum. In der kreativen Ebene wird Reichtum aus dem Nichts der formlosen Substanz erschaffen, wodurch der Erfolg eines Einzelnen den Wohlstand aller anderen mehrt, anstatt ihn zu verringern. Ein weiteres zentrales Element ist die Rolle des Willens. Wattles warnt davor, den Willen auf andere Menschen oder äußere Umstände projizieren zu wollen. Stattdessen sollte der Wille ausschließlich dazu genutzt werden, das eigene Denken und Handeln auf Kurs zu halten. Er liefert Beweise durch die Analogie der Natur: Überall im Universum herrscht das Bestreben nach „mehr Leben“ und Expansion. Da der Mensch ein Teil der Natur ist, ist sein Wunsch nach Reichtum lediglich der Ausdruck des universellen Lebensdrangs nach Entfaltung. Die Beweisführung ist streng deduktiv: Wenn es eine Ursubstanz gibt, die auf Gedanken reagiert, und wenn diese Substanz dem Leben wohlgesonnen ist, dann führt die korrekte mentale Ausrichtung unweigerlich zur materiellen Manifestation.

Warum dieses Buch heute – über ein Jahrhundert nach seinem Erscheinen – noch immer von immenser Bedeutung ist, liegt in seiner psychologischen und soziologischen Weitsicht. In einer Welt, die oft von Burnout und erbittertem Wettbewerb geprägt ist, bietet Wattles einen Ausweg an, der auf innerer Klarheit und Kooperation statt auf Ausbeutung basiert...

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