Alles Licht, das wir nicht sehen
Anthony Doerr
As an Amazon Associate, we earn from qualifying purchases.
Audio Narration
AI-powered text-to-speech
Summary
Anthony Doerrs mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichneter Roman „Alles Licht, das wir nicht sehen können“ (im Original „All the Light We Cannot See“) ist ein meisterhaft verwobenes Epos, das die Schicksale zweier Jugendlicher während des Zweiten Weltkriegs miteinander verbindet: Marie-Laure LeBlanc, ein blindes französisches Mädchen, und Werner Pfennig, ein hochbegabter deutscher Waisenjunge.
Die Geschichte beginnt in den Jahren vor dem Krieg und springt dann immer wieder zwischen den Hauptcharakteren und den Ereignissen hin und her, bis ihre Wege sich schließlich kreuzen. Marie-Laure lebt in Paris mit ihrem fürsorglichen Vater, Daniel LeBlanc, der Schlosser im Naturhistorischen Museum ist. Im Alter von sechs Jahren erblindet sie, woraufhin ihr Vater ihr liebevoll detaillierte Miniaturmodelle ihrer Umgebung anfertigt, damit sie sich sicher orientieren kann. Das Museum vertraut Daniel einen sagenumwobenen Diamanten an, den „Meer der Flammen“, der angeblich seinem Besitzer Unsterblichkeit verleiht, aber all seinen Liebsten Unglück bringt. Als die Nationalsozialisten Paris besetzen, fliehen Marie-Laure und ihr Vater mit dem versteckten Diamanten zu ihrem exzentrischen Großonkel Etienne in die befestigte Stadt Saint-Malo an der bretonischen Küste. Dort beginnt Marie-Laure, ihren Platz in der Welt neu zu finden, unterstützt von der Haushälterin Madame Manec, die sie in den Widerstand einführt. Ihr Vater wird jedoch verhaftet und stirbt im Gefängnis, was Marie-Laure allein mit Etienne zurücklässt, der unter posttraumatischen Belastungsstörungen aus dem Ersten Weltkrieg leidet. Marie-Laure entdeckt die Miniaturstadt ihres Vaters wieder, die nicht nur eine Erinnerung ist, sondern auch ein Versteck für den Diamanten und später ein Mittel, um geheime Botschaften für den Widerstand zu übermitteln.
Parallel dazu erleben wir die Kindheit von Werner Pfennig, der mit seiner jüngeren Schwester Jutta in einem Waisenhaus in Zollverein, einer Bergbaustadt in Deutschland, aufwächst. Werner ist ein Wunderkind der Technik, besonders fasziniert von Radios. Er und Jutta lauschen heimlich verbotenen ausländischen Sendern, darunter den Sendungen eines französischen Professors, der über Licht und Wissenschaft spricht – eine Stimme, die Werner niemals vergessen wird. Werners außergewöhnliche Fähigkeiten werden entdeckt, und er wird gegen seinen Willen in die Nationalpolitische Erziehungsanstalt (NaPoLa) Schulpforta geschickt, eine Kaderschmiede für zukünftige Nazi-Elite. Dort wird er einer brutalen Indoktrination unterzogen und muss Zeuge der Grausamkeiten werden, die im Namen des Regimes verübt werden. Er wird zu einem Spezialisten für das Aufspüren illegaler Funksender ausgebildet, eine Aufgabe, die ihn tiefer in die Kriegsmaschinerie zieht und ihn mit seinem Gewissen ringen lässt. Sein Weg führt ihn schließlich nach Saint-Malo, kurz vor den verheerenden Bombenangriffen der Alliierten. Er ist beauftragt, einen Widerstandssender zu lokalisieren, der sich als der von Marie-La...